FDP Kreisverband Vechta

Liberale stimmen sich auf Europawahl ein

Beim Spargelessen des FDP-Kreisverbandes Vechta stimmten sich die Freien Demokraten gemeinsam auf die heiße Phase des vor ihnen liegenden Europawahlkampfes ein. Die Kreisvorsitzende Yvonne Friederich wies in ihrer Begrüßung auf die wichtige Rolle der Landwirtschaft für die Entwicklung des Landkreises Vechta hin. Hermann Grupe stimmte auf die Europawahl ein. Europa sei für ihn auch deshalb ein wichtiges Thema, weil er als Landwirt die Vor- wie auch die Nachteile Europas aus eigenem Erleben sehr gut kennt. „Trotz aller berechtigter Kritik an der derzeitigen Europapolitik und dem Zustand der europäischen Union, ist ihre Existenz unabdingbar.“ betonte er.
Für die Zukunft der Agrarpolitik setzen die Liberalen in Europa auf faire Wettbewerbsbedingungen für die heimischen Landwirte. So lange allerdings die Bürokratielast in Deutschland und Europa so hoch sei, sind nach Meinung der Freien Demokraten die Direktzahlungen unabdingbar. Wolle man auf die Ausgleichszahlungen aus Brüssel verzichten, dann müssten die Lebensmittelpreise erheblich steigen. Da dies in Deutschland derzeit nicht durchsetzbar sei, ist für Grupe eine vernünftige Förderung der heimische Landwirtschaft alternativlos, „jedenfalls dann, wenn man einen Strukturbruch verhindern und die kleinen und mittleren Familienbetriebe erhalten möchte.“
Für Niedersachsen sei, gerade vor dem Hinblick der Nährstoffproblematik, eine Aufstockung der Agrarinvestitionsförderung unabdingbar. „Wenn wir Familienbetriebe wollen, dann braucht es diese Förderung. Mit 40 Millionen Agrarförderung wurden früher 250 Millionen Euro an Agrarinvestitionen angeschoben. Gerade das Tierwohl hat durch neue, bessere Ställe enorm profitiert. Viele Boxenlaufställe in der Milchviehhaltung sind dadurch entstanden. Leider weigert sich die CDU im Landtag gemeinsam mit der SPD den Etat nach der Kürzung durch die Grünen wieder anzuheben.“
Landwirt sei für Grupe nach wie vor der schönste Beruf der Welt, aber damit es so bleibe und auch in Zukunft weiterhin junge Menschen für die Landwirtschaft entscheiden, braucht es neben einer guten Politik auch gesellschaftliche Akzeptanz. „Dafür dürfen sich Landwirte aber nicht verstecken. Mit geradem Kreuz für den Berufsstand einzustehen, hilft hier mehr, als sich klein zu machen. Denn die meiste Kritik an der Landwirtschaft ist nicht gerechtfertigt.“